Fontainebleau – die Mutter aller Bouldergebiete

Fontainebleau steht nicht nur für eine Bewertungsskala beim Bouldern, sondern ebenso für das 50 km südlich von Paris gelegene Paradies auf Erden für Klettersportler aus aller Welt und jeden Alters.

Bouldern im Märchenwald von Fontainbleau: Infos zum wohl bekanntesten Bouldergebiet der Welt und der Region, die der Fb-Skala ihren Namen gab.
Das Boulderproblem Elephant in Fontainebleauin – ihr ahnt, woher der Name kommt? (Foto: ©iStockphoto.com/mitkos)

Neben einem adretten Städtchen bezeichnet Fontainebleau (gesprochen: „Fontänbloh“ oder kurz „bloh“) ein Waldgebiet, das eines der wohl bekanntesten Bouldergebiete dieses Planeten beherbergt. Vom kleinen französischen Städtchen Fontainebleau aus ist es nicht weit bis in das gleichnamige Waldgebiet, dem sogenannten „Forêt Domaniale de Fontainebleau“.

Der Märchenwald von Fontainebleau

Geprägt durch seine natürliche Vielfalt an Eichen, Buchen und Kiefern sorgt dessen teils unberührte Landschaft für ein einzigartiges Naturschauspiel. Nach einem Zustieg von gerade einmal 20 Minuten sind die ersten Felsformationen und Sandsteinblöcke bereits erreicht, die das Herz eines jeden Kletterers höher schlagen lassen. Denn Felswand um Felswand reihen sich hier wie hingestellt aneinander und bieten mit ihren Parcours, Traversen und Überhängen das ganze Jahr über perfekte Voraussetzungen zum Bouldern, Klettern und Abhängen.

Bouldern für Einsteiger und Kletterprofis

Über eine Gesamtfläche von rund 25.000 Hektar verteilen sich mehr als 100 Bouldergebiete, die mit ihren rund 20.000 Boulderproblemen schier unendliche Möglichkeiten zum Klettern bereithalten – von superleichten Routen für Einsteiger bis hin zu echten Herausforderungen, die ihrem Namen alle Ehre machen.

Bouldern im Märchenwald von Fontainbleau: Infos zum wohl bekanntesten Bouldergebiet der Welt und der Region, die der Fb-Skala ihren Namen gab.
Bouldern im bekannten Bouldergebiet Fontainbleau nahe Paris (Foto: ©Fotolia.com/Dean_Moriarty)

Millionen von Sandsteinblöcken liegen hier scheinbar einfach so herum, als hätte eine höhere Macht ihr eigenes Boulderparadies erschaffen wollen. Die alteingesessenen Boulderer von Fontainbleau, auch „Bleausards“ genannt, haben innerhalb der letzten 120 Jahre tausende Boulderprobleme und Routen erschlossen. Damit blickt die Region auf eine im wahrsten Sinne des Wortes bewegte Bouldergeschichte zurück, die sich bis heute als Schwierigkeitsgrad zur Bewertung von Kletterrouten manifestiert hat.

Echte Boulderprobleme und wahre Klassiker

Für jeden Geschmack und jedes Leistungslevel wird hier etwas geboten, wobei der Spaß am Bouldern und die entspannte Atmosphäre immer im Vordergrund stehen.

Bouldern im Märchenwald von Fontainbleau: Infos zum wohl bekanntesten Bouldergebiet der Welt und der Region, die der Fb-Skala ihren Namen gab.
Große Abwechslung auch auf niedriger Höhe: Bouldergebiet Fontainbleau (Foto: ©Fotolia.com/ARochau)

Kleine wie auch gigantische Felswände sind durchsetzt mit unzähligen gut markierten Routen, beginnend im superleichten zweiten Schwierigkeitsgrad für Genussboulderer bis hinauf in den achten Grad auf der Fontainebleau-Skala (FB-Skala), an denen sich schon so mancher Profi die Zähne ausgebissen haben dürfte. Zu den Klassikern zählen Boulder wie La Marie Rose (6a), Holey Moley (7a), Le Carnage (7b+), El Poussif (7a+) oder Le Pt‘it Toit (6b). Aber auch „Sloperklassiker“ wie La Balance (7c+), Cortomaltèse (6c+) oder Fourmis Rouges (7c) und Le Lépreux Direct (7a) werden an Wochenenden mit milden Temperaturen regelrecht belagert.

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