Deep Water Soloing – Bouldern mit Tauchgang

Für viele Kletterfans ist Deep Water Soloing (DWS) der Inbegriff vom Freiklettern. Die einzigartige Naturverbundenheit zwischen Mensch, Fels und Wasser macht das Bouldern zu einem reinen Genuss, auch wenn „Psicobloc“, wie das DWS ursprünglich genannt wurde, in keiner Weise zu unterschätzen ist. Frei übersetzt sprechen wir als vom Psycho-Bouldern, was den damit verbundenen Nervenkitzel noch einmal unterstreicht.

Deep Water Soloing – Bouldern mit Tauchgang (©iStockphoto.com/AlexSava)
Deep Water Soloing – Bouldern mit Tauchgang (©iStockphoto.com/AlexSava)

Was aber genau ist Deep Water Soloing?

DWS ist eine Spezialdisziplin des Boulderns, bei dem du ähnlich dem Free Soloing im alpinen Klettersport auf jegliche Sicherung verzichtest. Deine Bouldermatte ist dabei extrem nass und sollte in jedem FALL auch tief genug sein, um dich vor schweren Verletzungen zu schützen. In den meisten Fällen ist es das Meer oder ein See, wie der Kochelsee. Aber Indoor Events, wie die Hardmoves Boulderleague, haben bewiesen, dass Deep Water Soloing auch in der Halle funktioniert.

Was sind die Gefahren beim Psicobloc?

Kletterlegende Stefan Glowacz hat es mal so ausgedrückt: „Deep Water Soloing ist nicht ungefährlich, bietet aber alles, was den Reiz des Solokletterns ausmacht, nur ohne die normalerweise damit verbundene Lebensgefahr“. Tatsache ist, dass bislang zum Glück noch keine Todesfälle bekannt sind, jedoch unkontrollierte Stürze auch Verletzungen wie Prellungen, Knochenbrüche oder ausgekugelte Gelenke zur Folge haben können.

Welche Schuhe eignen sich zum Deep Water Soloing?

Bei den Schuhen gilt: Sie sollten sich bei Wasserkontakt wenig dehnen. Eine einfache Passformregulierung durch Klettverschlüsse ist deswegen sinnvoll. Und ganz wichtig: nasse Schuhe danach nicht in der prallen Sonne trocknen lassen! Lederschuhe sind weniger geeignet.

Die folgenden Schuhe eignen sich besonders gut zum Psicobloc:

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Alles eine Sache der Körperbeherrschung und Kontrolle

DWS Kletterer im freien Fall
Sprünge aus bis zu 25 m sind keine Seltenheit (Foto: iStock.com/scotto72/Tiefwasser-Solo)

Willst du dich als Freiboulder der Meere versuchen, denke daran das Gebiet vorher gut auszuwählen und zu kontrollieren. Achte auf die Tiefe und auf versteckte Felsen und Klippen. Darüber hinaus ist die Kontrolle über deinen Körper von großer Bedeutung, das weiß jeder, der schon mal im Freibad vom 10 Meter Turm gesprungen ist.

Wo kann man am besten Deep Water Soloing ausüben?

Ein wahres Boulderparadies findest du auf Mallorca, ein paar Flugstunden von dir entfernt und du erlebst diese Ferieninsel von einer ganz anderen Seite. Auch die Cote d`Azur bei Cap Antibes zum Beispiel, oder auf Malta bieten tolle Wasserfelsen. Geheimtipps in der Heimat sind die Steinbrüche von Löbejün bei Halle oder der schon erwähnte Kochelsee. Wen es in die Ferne treibt, der sollte zum DWS nach Thailand oder Vietnam, die mitunter schönsten Flecken fürs Psycho-Bouldern.

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Ausrüstungstipp fürs DWS: Wenn man den Sturz einplant, dann empfiehlt es sich, am Einstieg einen Trockensack mit Chalk und Chalkbag zu positionieren.

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