Boulder-Geschichte

Meilensteine in der Bouldergeschichte – die rasante Entwicklung vom Klettertraining im 19. Jahrhundert bis hin zur weltweit beliebten Trendsportart.

Bouldern - die bewegende Geschichte einer Klettersportart.
Bouldern – die bewegende Geschichte einer Klettersportart.

Die bewegende Geschichte des Bouldern

Jahrelang galt Bouldern als absolute Randsportart und wurde seitens der klassischen Klettersportler argwöhnisch beäugt, wenn nicht sogar belächelt. Mittlerweile hat es sich als eigenständige Disziplin des Kletterns (mit eigener Weltmeisterschaft) etabliert und die Boulderhallen schießen besonders in Großstädten wie Pilze aus dem Boden. Es hat lange gedauert, bis der Bouldersport sich als das durchsetzen konnte was ihn heute ausmacht. Bereits im 19. Jahrhundert begannen junge Bergsportler damit, herumliegende Gesteinsbrocken zu beklettern, um sich so für den nächsten Trip in die „echten“ Berge optimal vorzubereiten. Als erster Meilenstein gilt die Gründung der französischen Vereinigung der Bergsteigerverbände im Jahr 1874, deren Mitglieder in den Wäldern von Fontainebleau die optimalen Voraussetzungen für ihr Klettertraining fanden.

 

Massif des 3 Pignons: Justice de chambergeot - Fontainebleau (©iStockphoto.com/hassan_bensliman1)
Massif des 3 Pignons: Justice de chambergeot – Fontainebleau (©iStockphoto.com/hassan_bensliman1)

Wer hat bouldern „erfunden ?

Zu einem der wichtigsten Wegbereiter um die Jahrhundertwende gilt Piere Allain, der sich in den 30’er Jahren anstatt mit harten Bergstiefeln lieber mit weich besohlten Kletterschuhen an den Felsblöcken versuchte. Den eigentlichen Triumphzug startete das Klettern auf Absprunghöhe jedoch um 1950 von Kalifornien aus, als John Gill erstmals Magnesium zum Klettern einsetzte und Boulderprobleme bewusst zu lösen versuchte. 1969 legte Gill, der „Urvater des Boulderns“, eine eigene Bewertungsskala vor und setzte damit auch rein formell den Grundstein für eine Anerkennung als eigene Disziplin im Klettersport. Im deutschen Raum gilt der Nürnberger Wolfgang Fietz als Vorreiter, der in den 70er und 80er Jahren auf sich aufmerksam machte. Über Jahrzehnte hinweg entwickelte sich das Bouldern dann zu dem, was es heute ist. Erst 1999 erlangte es durch die Austragung des ersten Boulderweltcups auch weltweit den Status einer offiziell anerkannten Disziplin. Ein langer und harter Weg, aber das sind Boulderfans ja gewohnt.

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