In der Halle

Bouldern bei jedem Wetter – die wichtigsten Infos zum Aufbau von Boulderhalle, den Regeln und dem Angebot für Klettersportler.

Inhalt


> Kletterhallen und Bouldertempel
> Hallenaufbau und Bereiche
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Grundregeln in Boulderhallen


Wenn du spontan und zu jeder Jahreszeit bouldern möchtest, kannst du deiner Leidenschaft selbst in Großstädten problemlos nachgehen – gemeinsam mit Freunden oder einfach allein. Ausgestattet mit Kletterschuhen, leger sitzender Bekleidung, Chalkbag und einer Bürste zum „Säubern“ der vielbenutzten Griffe geht’s ab in die Kletterhalle.

Bouldern in der Halle – Kletterspaß an Kunstwänden.
Bouldern in der Halle – Kletterspaß an Kunstwänden.

Solltest du dein Equipment doch einmal vergessen haben, kannst du die nötige Ausrüstung notfalls auch vor Ort ausleihen. Das Crashpad und den Klettergurt kannst du aber getrost zuhause lassen, da du dich auf Absprunghöhe bewegst und der Boden in der Boulderhalle mit dicken, weichen Matten ausgelegt ist.

Kletterhalle oder Bouldertempel?

Klettern mit Seil ist schon lange etabliert – deswegen gibt’s in vielen Städten mehrere richtig hohe Kletterhallen, betrieben entweder vom Deutschen Alpenverein (DAV) oder von privater Hand. Dort findest du einen ausgewiesenen Boulderbereich, in dem du dich austoben kannst. Allerdings sind die Routen ziemlich begrenzt, weshalb du in einer richtigen Boulderhalle noch besser aufgehoben bist. Diese Tempel der Fingerkunst sind für echte Cracks das reinste Paradies, bieten sie doch unendlich viele Möglichkeiten, um die eigene Klettertechnik zu verbessern und sich stundenlang mit Boulderproblemen aller Art auseinanderzusetzen. Erfahrene Routenbauer sorgen hier regelmäßig für Abwechslung und schrauben fortlaufend abwechslungsreiche Boulderprobleme in allen Schwierigkeitsgraden. Und damit du die einzelnen Routen und Schwierigkeitsgrade besser unterscheiden kannst, sind die Bouldergriffe farbig voneinander abgesetzt – alle Routen in der gleichen Farbe umfassen also den gleichen Schwierigkeitsgrad. An Traversenwänden oder in Parcours, wo man die Boulder in einer festen Reihenfolge angeht, sind die Griffe sogar durchnummeriert. So kannst du selbst als Anfänger direkt durchstarten.

Boulderer in der Halle
Boulderer in der Halle

Grundaufbau von Boulderhallen

Eine Boulderhalle ist in der Regel in verschiedene Bereiche aufgeteilt – einen Boulder- und Traversenbereich sowie eine Trainingszone. Oft gibt’s noch einen separaten Bereich extra für Kinder und eine Wand unter freiem Himmel für schöne Sommertage. Auch Slacklines gehören nicht selten zur Grundausstattung. Manche Boulderhallen verfügen sogar über eine Wettkampfwand, an der bevorzugt Events ausgetragen werden. Hier sind zum Teil enorm anspruchsvolle Boulderprobleme geschraubt, an denen du dich natürlich auch selbst versuchen darfst.

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Der Boulderbereich

Im Boulderbereich kannst du dich nach Herzenslust auspowern, wobei du anhand farbiger Bouldergriffe sofort erkennst, wie schwer die jeweilige Route ist. Los geht’s immer an einem markierten „Startergriff“, von dem aus du dich bis zum „Top“ bzw. finalen Bouldergriff hocharbeitest.

Kunstfelsen in der Boulderhalle
Kunstfelsen in der Boulderhalle

Der Traversenbereich

Im Traversenbereich boulderst du hingegen eher in der Waagerechten, um deine Ausdauer und deine Klettertechnik zu optimieren. Start ist hier der Bouldergriff mit der Nr. 1, sofern die Routen durchnummeriert sind. Auch hier gibt es unterschiedliche, farbig markierte Schwierigkeitsgrade.

Der Trainingsbereich

Bleibt noch der Trainingsbereich, in dem du ebenfalls deine Technik verbessern kannst. Hier findest du viel Platz, um dich in Ruhe dehnen oder aufwärmen zu können bzw. um am Campusboard – ein Brett fürs Fingertraining – eine Runde Krafttraining einzulegen.

Der Kinderbereich

Früh übt sich, denn nicht nur große Boulderstars sind willkommen. Für Kinder unter 10 Jahren gibt es in den meisten Boulderhallen spezielle und abgetrennte Bereiche, in denen sich die kleinsten Klettersportler spielerisch betätigen können. Die hier geschraubten Routen sind extrem leicht, nicht besonders hoch und die generelle Ausstattung ist kinderfreundlich gehalten (etwa in Form eines Piratenschiffs). Schließlich stehen hier der Spaß und die Sicherheit der Kids im Vordergrund. Deswegen sind die Bouldermatten extra weich gepolstert, um eine Landung oder Stürze bestmöglich zu dämpfen. Darüber hinaus gibt es viele bunte, kindgerechte Griffe, damit kleine Finger fest zupacken können. Und wenn die Eltern selbst aktiv werden wollen, kümmern sich in manchen Boulderhallen sogar Fachkräfte darum, dass dem Kletternachwuchs nicht langweilig wird.

Kind beim Bouldern (©iStockphoto.com/AnnettVauteck1)
Kind beim Bouldern (©iStockphoto.com/AnnettVauteck1)

Grundregeln in Boulderhallen

Bouldern wird immer beliebter, weshalb es in den Boulderhallen zeitweise ziemlich voll werden kann. Um Unfälle zu vermeiden und Verletzungen zu verhindern, muss jeder Besucher einige wichtige Regeln befolgen. So solltest du immer darauf achten, dass du nicht unmittelbar unter einem kletternden Sportsfreund entlang läufst oder sitzen bleibst. Pass auch darauf auf, dass deine Kinder das nicht tun. Du weißt nie, ob derjenige nicht doch plötzlich abstürzt und im schlimmsten Fall mit dem kompletten Körpergewicht auf dich herunterkracht. Auch Trinkflaschen, Rucksäcke oder andere Gegenstände haben auf den Bouldermatten nichts verloren. Diese Stolperfallen können beim Absprung zu wirklich bösen Verletzungen führen, wenn du darauf umknickst oder dadurch unkontrolliert fällst.

Willst du mehr über die Grundlagen des Bouldern erfahren und richtig durchstarten? Dann informier dich über Bouldertechnik, lies einige Grundregeln und trainiere wichtige Muskelgruppen.

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