5 Fragen an Juliane Wurm

We proudly present: Die Weltmeisterin im Bouldern 2014 und Europameisterin 2015 bei der EM in Innsbruck, Juliane Wurm. Die Dortmunderin im spannenden Interview über ihre steile Karriere, Ihrer Boulderleidenschaft und Trainingstipps.

IFSC Climbing World Championships Bouldering 2014 – Finale Juliane Wurm
IFSC Climbing World Championships Bouldering 2014 – Finale Juliane Wurm (Foto: ©Marco Kost)

am-fels.de: „Wie bist du zum Bouldern gekommen und wann warst du das erste Mal ohne Seil an der Wand unterwegs?“
Juliane: „Ich habe als ich 10 Jahre alt war mit dem Klettern begonnen, nachdem ich meinen Kindergeburtstag in einer Kletterhalle in Dortmund gefeiert habe. Am Anfang war das Bouldern eher eine Nebenbeschäftigung. Damals bin ich nur zum Auf-oder Abwärmen in den Boulderbereich gegangen und sonst nur Routen geklettert.
So richtig ins Wettkampf-Bouldern eingestiegen bin ich mit ungefähr 18 Jahren. Vorher habe ich Lead-Weltcups gemacht und immer mal wieder beim Bouldern teilgenommen, bis mir auffiel, dass mir das Bouldern eigentlich viel besser liegt.“

am-fels.de: „Was unterscheidet Bouldern in deinen Augen vom Sportklettern und was macht es für dich so besonders?“
Juliane: „Klettern=Seil, Bouldern=Matte. Beim Bouldern sind die Züge athletischer und koordinativer und es ist oft verspielter als das Seilklettern. Im Training finde ich es gut, dass das Bouldern abwechslungsreicher ist und es so nicht so schnell langweilig wird!“

am-fels.de: „Wie hältst du dich persönlich fit und was sind deine Tipps, worauf man beim Training am besten achten sollte.“
Julian: „Ich trainiere vor allem meine körperliche Fitness. Dafür gehe ich 2-3 mal in der Woche ans Campusboard oder definiere mir schwere Boulder in einer 70 Grad steilen Wand. Oft finde ich es schwer die Balance zu finden, um nicht zu viel zu trainieren. Da brauche ich hin und wieder jemanden, der mir sagt, dass es jetzt mal reicht.“

IFSC Climbing World Championships Bouldering 2014 – Qualifikation Juliane Wurm
IFSC Climbing World Championships Bouldering 2014 – Frauen Qualifikation Juliane Wurm (Foto: ©Marco Kost)

am-fels.de: „Wo findet man dich am ehesten beim Bouldern – in der Halle oder draußen am Fels? Und wenn, welche Spots kannst du empfehlen?“
Juliane: „Man trifft mich schon deutlich öfter in der Halle. Ich trainiere meistens 5 Mal in der Woche im Chimpanzodrome in Frechen, bei Köln. Wenn ich mal eine längere Zeit frei habe, in der ich keine Wettkämpfe oder Uni habe, fahre ich aber auch sehr gerne an den Fels. Meine Lieblingsspots sind Fontainebleau und das Tessin.“

am-fels.de: „Was war dein bisher größtes „Boulderproblem“ und in welchem Schwierigkeitsgrad bist du für gewöhnlich unterwegs?“
Juliane: „Der Boulder auf den ich am stolzesten bin ist „Pura Vida“, eine 8A+ in Magic Wood, in der Schweiz. An dem Boulder habe ich viele Tage rumgebastelt und bin ein paar Mal ziemlich knapp am Ende gefallen. Umso schöner war es dann am Ende auf dem Block zu stehen.“

Bewerte diesen Artikel:
Durchschnittliche Bewertung: 3.7 von 5

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.