Spotten – Sichern beim Bouldern

Bei manchen Boulderproblemen ist es ratsam, dass dich eine zweite Person sichert – etwa in einem Überhang, bei sehr hohen Boulderproblemen (sogenannten Highballs) oder bei besonders dynamischen Zügen.

Spotten – optimal sichern beim Bouldern
Spotten – optimal Sichern beim Bouldern

Spotten – mitgehangen, mitgefangen

Ziel des Spottens ist es, ein unkontrolliertes Abstürzen oder Aufprallen am Boden zu vermeiden. Während des Boulderns selbst greift der Spotter aber natürlich nicht ein, denn das würde die Bewegungsabläufe bloß behindern. Bei einem Abflug versucht der Spotter jedoch nicht, dich aufzufangen, sondern deinen Oberkörper mit seinen Händen in eine aufrechte Position zu drücken. Der Kletterpartner versucht den Sturz also so umzulenken, dass der Boulderer möglichst auf den Beinen landet und sich nicht an Kopf oder Rücken verletzt. Nebenbei sorgt der Spotter auch dafür, dass sich niemand unterhalb des Boulderers aufhält. Gerade beim Bouldern draußen am Felsen ist richtiges und konzentriertes Spotten enorm wichtig, damit du nicht ungebremst auf Steine oder den harten Boden fällst oder im schlimmsten Fall das Crashpad verfehlst. Denn das kann richtig schmerzhaft werden.

Spotten ersetzt kein Crashpad!

Der Spotter muss deshalb darauf achten, dich beim Stürzen gezielt auf das Crashpad zu lotsen. Dazu sollte die Matte immer unterhalb des Boulderers am Boden liegen. Aber nicht immer hat man genügend Bouldermatten dabei, um damit den kompletten Kletterbereich abzudecken.

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Dann heißt es gut vorausplanen: Wenn du bei einzelnen Zügen seitlich über das Crashpad hinauskletterst, sollte die Bouldermatte vor dem Einstieg unterhalb von kniffligen Schlüsselstellen platziert werden. Alternativ kann der spottende Kletterpartner die Matte auch fortlaufend verschieben.

Hier findest du Infos & Beratung  rund um Crashpads

Wie spottet man richtig?

Um beim Bouldern sicher spotten zu können, postiert sich dein Partner mit leicht angewinkelten Beinen schräg unter dir und streckt beide Arme nach oben. Dadurch ist er jederzeit bereit, dich abzufangen. Denn solltest du doch einmal abrutschen oder dir die Kraft ausgehen, kann der Spotter für den nötigen Impuls sorgen, indem er dich in eine aufrechte Lage bringt und in Richtung Crashpad lenkt.

Spotten am Fels
Spotten am Fels

Je nach Ausrichtung der Route platziert der Spotter die Hände dabei zwischen Hüfte und Schulterblatt. Boulderst du in einem Überhang, muss dein Kletterpartner die Ansatzpunkte weiter oben positionieren. Vorsicht: Ab einer gewissen Höhe macht Spotten nur noch wenig Sinn und du musst selbst das Risiko eines möglichen Sturzes kalkulieren. Denn die Verletzungsgefahr für deinen am Boden stehenden Kletterpartner ist ansonsten viel zu groß.

Spotten – die richtige Technik als Fotostrecke

Der Spotter sollte leicht hinter dem Kletterer stehen und sich bereits „in Position“ befinden – also die Hände in Richtung der Person an der Wand erhoben haben. Dieser Vorgang ist besonders wichtig, wenn du Outdoor unterwegs seid. Wenn der Boulderer nun stürzt, darf der Spotter nicht versuchen, diesen aufzufangen. Denn die fallende Person ist viel zu schwer, wodurch sich am Ende nur beide verletzen.

Die Aufgabe des Boulderpartners am Boden ist es vielmehr, dass der Kletterer im Falle eines unkontrollierten Abflugs von der Wand nicht auf Rücken oder Kopf landet, sondern auf den Füßen und sich abrollen kann. Im Fall des Falles sollte der Spotter also die Sturzrichtung sowie die Körperhaltung des Kletterpartners beeinflussen. Das gelingt dir am besten, indem du die Hüfte oder den untere Teil des Rückens nahe dem Körperschwerpunkt greifst.

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