Thomas „Shorty“ Tauporn im Interview

Thomas (Shorty) Tauporn ist deutscher Jugendmeister (2006), deutscher Vizemeister (2010) und Vizeweltmeister in der Overallwertung bei den Kletterweltmeisterschaften in Arco. Er zählt zu den besten Allroundern im deutschen Klettersport und tritt für die Sektion Schwäbisch Gmünd des Deutschen Alpenvereins (DAV) sowohl in den Disziplinen Bouldern und Lead als auch im Speed an. Wir haben mit dem Ausnahmeathleten über seine große Leidenschaft gesprochen.

Bouldert auf höchstem Niveau: Thomas "Shorty" Tauporn
Thomas „Shorty“ Tauporn beim Sportklettern (Foto bereitgestellt von adidas: ©Vertical-Axis)

am-fels.de: „Wie bist du zum Bouldern gekommen und wann warst du das erste Mal ohne Seil an der Wand unterwegs?“
Shorty: „Ich habe mit 7 Jahren mit dem Klettern angefangen, in einer kleinen Kletterhalle bei Schwäbisch Gmünd. Dort bin ich auch zum ersten Mal mit einer Boulderwand in Kontakt gekommen. Wobei mich zu der Zeit das Klettern mit Seil deutlich mehr interessiert hat.“

am-fels.de: „Was unterscheidet Bouldern in deinen Augen vom Sportklettern und was macht es für dich so besonders?“
Shorty: „Das Bouldern kann auch als Klettern in Absprunghöhe bezeichnet werden, während das Sportklettern an höheren Wänden betrieben wird. Beim Bouldern werden vermehrt spektakuläre und athletische Bewegungen geboten. Das macht es für mich sehr interessant. Es kann also schon mal vorkommen, dass alle vier Gliedmaßen durch die Luft fliegen.“

am-fels.de: „Wie hältst du dich persönlich fit und was sind deine Tipps, worauf man beim Training am besten achten sollte?“
Shorty: „Das Entscheidende beim Training ist der Spaß am Klettern. Konsequentes und gezieltes Training ist natürlich für die internationalen Wettkämpfe unabdingbar. Nichts desto trotz sollte jeder hin und wieder mal eine Pause einlegen und das machen was einem richtig Spaß macht, um mal aus dem Trainingstrott auszubrechen.“

am-fels.de: „Wo findet man dich am ehesten beim Bouldern – in der Halle oder draußen am Fels? Und wenn, welche Spots kannst du empfehlen?“
Shorty: „Seit Anfang 2015 habe ich mich vorerst aus dem Wettkampfzirkus zurückgezogen um mich mehr auf mein Studium zu konzentrieren. Deshalb findet man mich (wenn nicht gerade an der Hochschule) am Fels.“

am-fels.de: „Was war dein bisher größtes „Boulderproblem“ und in welchem Schwierigkeitsgrad bist du für gewöhnlich unterwegs?“
Shorty: „Dadurch, dass ich sehr viel Zeit in der Halle verbracht habe, hatte ich mich sehr wenig an schweren Problemen versucht. Das ändert sich gerade und wir werden sehen welcher Schwierigkeitsgrad am Ende rauskommen kann.“

am-fels.de: „Hast du konkrete Ziele/Projekte für die nahe und fernere Zukunft?“
Shorty: „Ich mache aktuell, dass wofür ich während meiner Wettkampfkarriere keine Zeit hatte. Beispielsweise werden wir Ende diesen Jahres einige Mehrseillängen Routen an der schottischen Westküste in Angriff nehmen.“

am-fels.de: „Beim Bouldern gibt es auch oft Niederlagen oder schlechte Tage. Wie schaffst du es, die Motivation oben zu halten?“
Shorty: „Das ist oft nicht ganz einfach. Am Besten man besinnt sich darauf, warum man das Klettern/ Bouldern so gerne macht, dann kommt irgendwann auch wieder der Spaß und die Motivation.“

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