7 Tipps fürs Überhang klettern

Sobald man kein blutiger Boulderanfänger mehr ist, zieht es die meisten zu Überhängen. Das ist richtig anspruchsvoll. Denn hier zieht dich dein Körpergewicht und dabei besonders dein Körperschwerpunkt um Po, Becken und Hüfte stärker nach unten. Mit unseren Tipps und etwas Übung klappts trotzdem!

Inhalt


> Überhänge und Dachkletter n
> Anleitung für Überhang: 7 Tipps


Dachklettern am Überhang

Bei der Dachkletterei im Überhang (englisch: ceiling und overhang) handelt es sich um eine Boulderroute, die stark in Richtung der Waagerechten geneigt ist. Das bringt dich in eine hängende Position – als ob du unter einem Dach kletterst. Dementsprechend wichtig sind die richtige Greiftechnik und eine ausgeprägte Körperspannung.

Überhang-, Riss- und Reibungskletterei beim Bouldern
Klettern im Überhang: Kraft und Technik sind gefragt.

Die Füße dürfen dir dabei nicht abrutschen (man sagt auch „die Füße dürfen dir nicht kommen“). Also setzt du sie zur Stabilisierung der Körperhaltung ein: Deine Körperspannung muss sich also bis in die Fußspitzen erstrecken, hier darfst du ordentlich Druck aufbauen! Ansonsten solltest du den Körperschwerpunkt möglichst nahe am Hang halten, sonst wird’s irre anstrengend!

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Wie funktioniert Überhang- Klettern?

Die Technik fürs Überhangklettern erfordert viel Körperspannung und seitliches Eindrehen, um die Arme zu entlasten und der Schwerkraft entgegenzuwirken. Denk außerdem an die simplen Boulder-Regel „rechts greifen – rechts steigen, links greifen – links steigen“. Und am Allerwichtigsten: Nicht frustrieren lassen, weiter klettern. Hier ist die Anleitung mit Techniktipps fürs Überhang-Bouldern:

7 Goldene Überhang-Regeln

  1. Die Hüftregion bildet deinen Schwerpunkt. Drück deine Hüfte also hoch zur Wand! Ihn „durchhängen“ zu lassen ist superanstrengend.
  2. Eindrehen: Dreh dich beim Überhang klettern dafür abwechselnd rechts und links ein. Wenn du also links steigst, drehe das linke Knie nach rechts innen: So bewegen sich deine linke Körperseite und deine Hüfte automatisch zur Wand.
  3. Steigen im Überhang: Fußtechnik und Fußspitzenfertigkeit sind gefragt. Denk auch ans Hooken! Im Überhang hilft über Kreuz treten (rechter Fuß tritt über linken etc.). Beim Weitersteigen ziehst du mit Fuß- und Beinkraft den Schwerpunkt unter den Griff.
  4. Greifen im Überhang: Du hast idealerweise eine lange Greifhand und eine Stützhand (Blockierkraft!), die so lange wie möglich stützt. Versuche, die Arme lang zu lassen.
  5. Halte deine Körperspannung von den Zehen über die Körpermitte bis in die Arme.
  6. Mach Übungen für die Körperspannung. Damit trainierst du deine Coremuskeln. Ohne Körperspannung pendelst du beim Bouldern im Überhang raus und belastest die Arme unnötig.
  7. Bouldere zügig, sonst verbrauchst du zu viel Kraft.
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Ein Kommentar

  1. Dirk sagt:

    Danke für die Tipps zur besseren Körperspannung. Damit hatte ich bisher beim Bouldern immer die meisten Schwierigkeiten. Mit den Übungen werde ich das jetzt mal verbessern.

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